Teil eines Werkes 
3 (1811) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 3
Entstehung
Einzelbild herunterladen

48⁴

solche Einrichtung läßt dem Monopolium freyen lauf, einige geldhungrige unbarmherzige Individuen ziehen alle kändereyen an sich, um sich auf Unkosten ihrer är⸗ meren Mitbürger zu bereichern. In jedem wohlgeord⸗ neten Staate sucht man ja dem läster, und allem dem zu steuern, was dem größten Theile der Bürger nach⸗ theilig ist, ohne daß dadurch das lobenswürdige Be⸗ streben des wahren Genies darunter leide.

7)Der Zustand der kleinen Pächter ist nicht besser als der der deibeigenen in dem Feudalsysteme: denn eben so wie diese, wissen auch jene, daß alle Anstrengung ihrer Industrie sie nie zu einer bessern Klasse der Gesellschaft erheben kann.

Antwort. Dieses ist nun vollkommen der Fall, nicht sowohl mit den kleinern Pächtern, als mit dem großen Haufen jener Unglücklichen, welche die Ver⸗ theilung in große Wirthschaften zu einer wahren Knecht schaft herabsetzt, die in mancher Rücksicht noch schlim⸗ mer, als die Leibeigenschaft selbst ist. Der große Päch⸗ ter jagt sie weg, so bald er ihrer nicht mehr bedarf, und läßt sie brodt⸗ und hülflos, sobald Alter, Krank⸗ heit und andere Zufälle sie zu seinem Dienste unbrauch⸗ bar machen).

Doch sagt man 8) ist es gewiß,daß die Taglöhner weniger Sorge und Unruhe haben, als wenn sie eine kleine Wirth⸗ *) Und wozu nehmen alsdann solche eristenzlose Leute ihre Zuflucht, als zum Betteln!

on s⸗ Hhlih eiles