Teil eines Werkes 
3 (1811) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 3
Entstehung
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Der Vergang der Instrumente durch den Nichtgebrauch ist da, wo er eintritt, eine bloße Folge der Nachlässig⸗ keit des Besitzers.

3)Es geht mit dem Ackerbaue wie mit den Manufakturen, und es ist eben so abgeschmackt, je⸗ »nen ins Kleine zu treiben, als es seyn würde, wenn ein Mann ein Manufakturstück von dem ersten rohen Stosse an bis zu seiner Vollendung bearbeiten wollte: »wie Kleider, Schuhe, u. s. w. Sollte zum Bey spiel ein Stecknadelfabrikant sich selbst den Stoff dazu »in dem Bergwerke ausgraben, und ihn bis zur Nadel »bringen, so würde jede wenigstens 6 Sols kosten.

Antwort. Diese Vergleichung ist sehr schief aufgegriffen. Die Geschäfte des Ackerbaues sind äu⸗ ßerst einfach, und folgen sich, ohne einander zu stören, in einem immerwährenden Kreislaufe. Man säet, man jätet, man ärndtet, man drescht, man pflügt, man bereitet das Feld, und säet von neuem, alles in der Ordnung, welche die Natur selbst vorzeichnet.

Welche

Pächter einen entscheidenden Vortheil über die kleinen Landwirthe haben, jedoch nicht ganz so groß als man sich's beym ersten Ueberblicke denkt; denn da die Entfer⸗ nung der Felder in einer großen Wirthschaft auch noth⸗ wendig dem Gespanne und Gesinde mehr Zeit wegnimmt, indem solche oft eine halbe Stunde Weges zu machen ha ben, um sich mit dem Pfluge, dem Dünger und Aernd⸗ tewagen an Ort und Stelle einzufinden, so tilgt dieses ei⸗ nen ansehnlichen Theil jenes Vortheiles.

Dritter Band. Hh