Teil eines Werkes 
3 (1811) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 3
Entstehung
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473 Beschaffenheit des Bodens richten müssen. Die Wirth⸗

schaften auf dem reichen Boden in Flandern dürfen ohne Zweifel die Größe nicht erhalten, die man ihnen in dem zuxemburgischen und Namurischen, wo der Boden bey weitem schlechter ist, geben muß. 25 Hektars in der Castellaney von Furnes und von Bergen, oder im Lande von Waes, geben eben so viel Ertrag als 75 Hektars in den Ardennen.

Ich weiß aus Erfahrung, daß ein Pachthof von 25 bis 30 Hektars auf einem so guten, und in so hoher Cultur stehenden Boden, als der von den flandrischen Küsten ist, zureicht, um eine jede Familie zu erhalten, und sehr oft habe ich daselbst landwirthe der Art ge troffen, die nicht allein so viel erübrigten, daß sie ihre Kinder erziehen, und ein gemächliches keben führen, sondern auch noch Geld zurücklegen konnten. Dage⸗ gen sah ich andere, die sich bey ihren Pachtungen von drey bis vier hundert Hektars durch ihre Nachlässigkeit und Verschwendung ruinirten. Dreißig Hektars gutes Land sind ungefähr zureichend, um einen Mann mit sei⸗ ner Familie, einem Knechte und einer Magd zu be⸗ schäftigen, und das ist wohl auch dem Gange der Na tur am angemessensten. Die Wirthschaften viel kleiner zu machen, scheint mir weniger vortheilhaft. Wir müssen ja Stellen haben, wo sich junge Leute beschäfti gen, und sich einstweilen in ihrem Handwerke üben können, bis daß sie in den Ehestand treten, und etwas für eigene Rechnung unternehmen können.

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