Teil eines Werkes 
3 (1811) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 3
Entstehung
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der Menschen steigt; und umgekehrt, je mehr man die Erde hervorbringen läßt, desto mehr wird man sie be völkern, die Menschen werden so zu sagen aus der Erde hervorwachsen.

Aus diesem also geht unmittelbar die Folge her vor: daß der Grund und Boden nicht zu viel vertheilt werden kann. Diese Verthei lung verschäfft dem Staate Leben. Mehrere Bauern besetzen hier den Raum, den sonst ein einziger behaup tete, sie werden arbeitsam, roden Dornen und andere unnütze Gesträuche aus, pflügen und verbessern schlechte abgelegene Ländstücke, die der große Landwirth vernach lässigt hatte, und verdoppeln nach und nach das Grund⸗ eigenthum ihres Pachtherrn. Bey einer solchen Ver theilung des Erbes oder der Wirthschaften zieht der klei⸗ ne Wirth seinen Nutzen, und ost seine Subsistenz aus Dingen, die von dem großen nur weggeworfen wur den. Industrie und Oekonomie werden die Basis sei⸗ ner Existenz; mit jedem Tage wird ihm das kleine Feld theurer, das er in seinem Schweiße baut, und das ihm jede verdoppelte Arbeit auch doppelt lohnt.

Ohngeachtet aller dieser einleuchtenden Wahrhei ten sieht man noch überall große Pachthöfe und Wirth⸗ schaften von zwey bis dreyhundert Hektars; andere, die ihrer gar fünfhundert enthalten. Kurzsichtige Eigen⸗ thümer hängen noch an solchen Besitzungen, weil sie dadurch die Errichtung neuer Bauten und ihre Unter⸗ haltung ersparen: allein sie benachtheilen dadurch nicht wenig das öffentliche Wohl. Ihre großen Pächter

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