Teil eines Werkes 
3 (1811) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 3
Entstehung
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macht; die Theorieen haben sich gemehrt; allein die praktische Wissenschaft hat in der That noch wenig da bey gewonnen. Unterdessen scheint man darüber einig zu seyn, daß zur Aufstellung richtiger Elementargesetze für den Ackerbau eine umständliche, genaue und klare Beschreibung der Natur des Bodens von jedem De partemente, jedem Distrikte, und beynahe jedem Dor fe, so auch der Culturart jeder Gegend, der Sitten, Eigenschaften und Kräfte ihrer Bewohner, und end lich des Einflusses ihres Klima's erfordert werde. Zu diesem großen Endzwecke einen kleinen Beytrag zu lie

fern, ist mein Vorhaben.

Meine Beschreibung wird sich auf die Beobach tungen genauer Sachkenner gründen, daher wird das Bild, das ich dem keser vorhalten werde, nicht das Ideal von dem seyn, was man thun soll, sondern von dem, was man wirklich in dem Theile des Departe ments von Norden, den man bisher mit dem Namen der Castellaney von Lille bezeichnet hat), thut. Diese

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*) Möchten nur alle französische Schriftsteller, welche über die Landwirthschaft schreiben, dieses beherzigen, den Ton des Diktators fahren lassen, und aufhören, das Publi kum mit Phantasieen und Gesetzen zu überschwemmen, die doch kein erfahrner Landwirth weder annimmt, noch

ausführt; möchten sie dem unberedten Landmanne auch einmal das Wort lassen, sich die Mühe nehmen, über das von ihm Gesagte nachzudenken, und demnächst erst ihre Wissenschaft darüber sprechen lassen: so würden Pra⸗ ris und Theorie nicht wenig bey dieser Bescheidenheit ge⸗ winnen.