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428— Fuhrwerk der Brabanter sagen zu müssen.
Man weiß, daß die Wagnerarbeit in den Nie⸗ derlanden besser, leichter und stärker ist, als in allen benachbarten Ländern, daher jährlich mehr als hundert Chaisen und Kutschen allein aus Brüssel nach dem Aus⸗ lande, namentlich nach Paris gehen. Die Vervoll— kommnung dieses Handwerkes erstreckt sich denn auch auf das Ackergeräthe, vorzüglich auf Karren und Wa— gen.
In der Campine bedient man sich blos der Kar⸗
ren. Diejenigen, die zum Transporte des Düngers bestimmt sind, sind kleine Sturz⸗Karren. Der Ka⸗ sten dieser überaus leichten Kärrchen ist so fest zusam— mengefügt, daß das Regenwasser sich darinn wie in einem Topfe sammelt. Der Kasten ist auf die Axe be⸗ festiget, und ruhet vorne auf der Scheere, in welcher er vermittelst einer durchgeschobenen eisernen Stange be⸗
weglich ist. Die Scheere selbst ist möglichst kurz.
Die Räder haben 4 Fuß 7 Zoll rheinl. im Durch⸗ messer. Der Kasten hat 4 Fuß 4 Zoll in der Länge, 1 Fuß 64 Zoll in der Höhe, 1 Fuß 11 Zoll in der vordern, und 2 Fuß 1 Zoll in der hintern Weite. Er ist oben um 12 Zoll weiter, als unten am Boden. Von hinten ist er offen; es kann jedoch ein Brett zwerg eingeschoben werden. Nach dem Pferde zu ist der Ka⸗ sten geschlossen. Er kostet 44 deutsche Gulden. Wer
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