10 Lk
bindet sie Wärmestoff und regieıt die Fruchtstoffe insgesammt. Sie dient nicht allein die Wurzel zu halten, sondern sie wirkt auf die Säuren. Und wie sie durch Feuer ganz zerstört und der alkalischen Kraft beraubt werden kann: so wird sie durch orga- nische Kräfte nach und nach vom Wärmestoff und allen ihr adhärirenden Stoffen entbunden, auch viel- leicht als Alkali den Gewächsen einverleibt,
Eine Getreidepflanze, als Organisation, ist mit der Erde, in welcher sie wächst, und mit der At- mosphäre, in welcher sie sich empor hebt, im Zu- stande gegenseitigen Einflusses. Aus’dem Boden em- pfängt sie Nahrung, und aus der Luft zieht sie Frucht- stoffe in sich, und setzt den Ueberflufs davon an bei- de ab, Dies Verhältniß dürfte inniger sein, als man es zur Zeit beobachtete; aber das gegenseitige Ver- hältnifs der Stoffe und Kräfte im organischen Bau selbst, ist mannigfaltiger und verwickelter, Hi:r sind die Stoffe gehäuft, im engen Kreise, in unmittelbarer Berührung. Auf gewisse Weise wird zwar ihre Wir- kung hierdurch beschränkt: allein durch den ununter- brochnen Zuflufs und Abgang von bildenden Kräften, mitten im Kreislaufe derselben, in ihrer stets verin- derten Lage und veränderten Mischung wiederum geweckt, geschärft und modificirt. Es ist nicht glaub- lich, dafs die Uranfänge schon als Körper beitreten, Das organische Korn, welches während des Vegeti- rens sıch völlig aufschliefst, in der Größe und Figur 50 oft wechselt, nie. einerlei nähere Bestandtheile be- hält, und doch nach den bestimmtesten Regeln seiner Art sich entwickelt, in einem rohen Boden nicht be-
kommt, wenn er auch noch: so fett gedüngt wäre,
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