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Zwei Preisschriften über die eigentliche Beschaffenheit und Erzeugung der erdigen Bestandtheile in den verschiedenen innländischen Getreidearten / von Johann Christian Carl Schrader, und Joh. Samuel Benj. Neumann. Hrsg. von der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
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sich das Wasser in Erde verwandele, daher man es nebst dem Dünger, für ein Nahrungsmittel der Pflan- zen hielt, welches durch Einfluls der Wärme und der Luft zubereitet und verwandelt werde; wobei man die Erde des Pflanzenbodens, als ein Behältnifs ihrer Nahrungsmittel betrachtete. Man traf also schon da mit der Vorstellung der neuern Naturforscher: vom Wasser, als Nahrungsmittel der Gewächse, zusammen, und selbst der Weg, auf dem sie zu dieser gelang- ten, die Verwandlung des Wassers in Erde, ist so weit nicht von den neuesten Begriffen entfernt, als es scheint. Der Unterschied ist nur, dafs man da- malsglaubte, eine solche Verwandlung könnte die Kunst mechanisch durch Reiben, Schütteln, Destilli- ren und dergleichen, bewerkstelligen, und dals man jetzt nur annımmt, das Wasser sey ein zusammenge- setzter Körper, dessen Bestandtheile andere Verbin- dungen eingehen können, und daher wenigstens nicht behaupten kann, es könne zür Bildung der Erde, wenn solche in den Gewächsen erzeugt wird, keinen Bestandtheil abgeben; obgleich auch die Kunst\noch keine Erde, weder aus dem Wasser, noch sonst als ein Erzeugnils darstellen kann, und dieselbe noch immer als einen einfachen Körper ansehen muls. Bergmann ist ebenfalls der Meinung, dafs das Wasser die hauptsächlichste Nahrung der Pflanzen sey, und auch geneigt, die Luft, als zur Zusammen- setzung der Pflanzen gehörig, anzunehmen; glaubt aber doch nicht behaupten zu können, dals die Erde materialiter nichts zum Wachsthum beitragen könne, und schlägt daher vor: Pflanzen im destillirten Was-

ser zu erziehn, und alsdann ihr Gewicht und ihre Be-