Druckschrift 
Zwei Preisschriften über die eigentliche Beschaffenheit und Erzeugung der erdigen Bestandtheile in den verschiedenen innländischen Getreidearten / von Johann Christian Carl Schrader, und Joh. Samuel Benj. Neumann. Hrsg. von der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

pfelt, und beobachtet, ob die Mischung klar blieb;

da sich nun die Mischung ganz und gar nicht trüb- te, welches doch hätte geschehen müssen, wenn nur der geringste Antheil von Schwererde dabei gewe- sen wäre, so konnte ich mit noch: vollkommnerem Rechte auf die gänzliche Abwesenheit der Schwer- erde schlielsen._ Diese Vermischung mit schwefel- sauerm Rali, hatte ich ebenfalls schon bei der salz- sauern Auflösung des geglüheten Zuckerkalks an- gewandt, und daraus schon dasselbe ersehn, Die- se 31.5; Gran bestanden also in kohlensaurer Kalk- erde.

6. Die vom Gypse abfiltıirte Flüssigkeit. wurde durch kohlensaures Kali gerallt, und der Niederschlag mit Azlauge digerirt, um zu erforschen, ob Thonerde dabei sei. Es wurden% Gran eines in scharfen Trocknen bräunlich werdenden Pulvers erhalten, welche daher nicht für Thonerde angesehen werden konnten. Das Übriggebliebene wurde wieder in Salzsäure aufgelöst, und mit so vielem Wasser ver- dünnt, dals gegen den Niederschlag 500"Theile rechnet werden konnten, Aus dieser etwas über-

SC- gc

säauerten Flüssiekeit schiedkohlensaures Kali z+ Gran ke) ÖIO b)

nn

welche im Filtrum bald isabellfarben angelaufen

waren. Wäre Talkerde in dem Niedeischlage ge-

wesen, so hätte sie nun vermittelst der Kohlensäu-

ze in der Flüssigkeit sein müssen, da dieselbe in

u

500 Tbeilen Wasser durch kohlensaures Kali nicht gefällt wird. Es fand sich aber beim Abrauchen der Flüssigkeit nichts davon an.

Die 3%, und die 3 Gran wurden hierauf bis

zur fernern Untersuchungs

g aufgehoben.