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Zwei Preisschriften über die eigentliche Beschaffenheit und Erzeugung der erdigen Bestandtheile in den verschiedenen innländischen Getreidearten / von Johann Christian Carl Schrader, und Joh. Samuel Benj. Neumann. Hrsg. von der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
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der wenigstens ein Glühfeuer von ı2 Stunden ange- wendet werden mulste. Die innere Fläche des Por- zellans ist nach dieser Arbeit nur so wenig angegrif- fen, dals diedadurch erlittene Verunreinigung der Asche nicht in Betracht zu ziehn ist, und im Resultate kei- nen wesentlichen Irrthum veranlassen kann. Doch könnte die Thonerde hier vielleicht eine Ausnahme ma- chen, da sich nur so wenig von derselben bei den Unter- suchungen der Aschen gezeigt hat; ob gleich ich nicht bestimmen kann, ob die Porzellanschale so viel Grane verloren hat. Die Schale war bei der Azbeit, mit einem Deckel durch Unterstützung mit ein Paar irde- nen Pfeifenstielen, so bedeckt, dafs zwar die Luft durch streichen, allein von der aufgeflogenen Asche des Feuers von oben herab nichts hineinfallen konnte, Aulserst schwer war die Einäscherung des Weizens, ıch mufste die letzten kohligenTheile mit Salpeter zerstören; der Roggen widerstand der Einäscherung fast eben so sehr, weniger aber die Gerste, und der Hafer ward am leichtesten, und zwar zu einer voll- koınmenen gräulichweissen Asche. Auch das Stroh war schwer zu Asche zu bringen.

Der Weg, den ich bei der Untersuchung genom- nen habe, ist die Folge mehrerer vorläufigen Versu- che mit diesen Kormnaschen, welche mich die Beschaf- fenheit dieser Stoffe kennen lehren sollten.

Um die öftere Anführung von Beiwörtern, wel- che die Reinheit oder Zubereitung der Reagentren be- zeichnen, zu vermeiden, will ich nur bemerken, dafs ich alle dazu gebrauchten wirkenden Mittel, Wasser und Salze, wie sich von selbst versteht, aufs reinste

zu diesem Behufe bereitet habe. Da die Aschen we-

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