Teil eines Werkes 
5 (1811) Die Staats-Finanz-Wirthschaft
Entstehung
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tiökonomistischen Staats⸗-Fiuanz⸗-Konsumzion, mittelst Miß⸗ brauchs des Regierungs-Kredits, mittelst der Vorhineinver zehrung ein augenblickliches Mißverhält ni zwischen Ein nahme und Ausgabe, zwischen Staats⸗Finanz- Produkzion und Konsumzion entstehen. Allein dieß ist noch kein Defizit.

Wenn der Privatmann mehr Schulden als Vermögen besizt, so besizt er in der Regel nichts. Nicht so der Staat. Wer mag die Produkzions⸗Kraft einer Nazion messen? wer ihr Ziel, ihren End-Punkt, ihr non plus ultra bestim men? wer die Erhöhung von Nazional⸗Produkzions⸗Kraft und den aus ihr quellenden Zuwachs von Nazional-Vermö gen bestimmen, welche gerade die ungestüme Presserin, die Noth, erst zur Erscheinung bringt?

Es liegt in der physischen und psychologischen Organisa⸗ zion des Menschen, daß nur Deuck seine Kraft-Fulle ent faltet. Und eben deswegen beurkundet die Erfahrung aller Zeiten und aller Völker, wie leicht und schnell auch die tiefsten Wunden des Staats-Finanz⸗Wesens durch weise und zweck mäßige Verwaltung geheilt worden sind.

Wenn selbst der Privat Mann durch Fleiß und An- strengung aus den Ruinen seines Hauswesens ein neues Ge bäude aufzurichten vermag, so lange er nur hinlänglichen eig nen Stoff, oder auch nur Produktif⸗Kraft besizt, die sich auf eine lukratife Weise an fremdem Stoffe üben kann; wie viel mehr der Staat, dessen Fond im Nazional⸗Vermögen besteht, also seiner Natur nach ewig, unzerstörbar, so wie unermeßbar ist.

Haben wir nicht in unsern Tagen gesehen, daß die Stagts⸗Papiere des amerikanischen Frey- Staats, welche beynah bis auf Zero gesunken waren, in wenig Jahren bis zu ihrem Nominal⸗ Werth gestiegen sind?

zut umnt!