Teil eines Werkes 
3 (1808) Die Nazional-Oekonomie. 3
Entstehung
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Man muß über jene Vernachläßigung um so mehr erstaunen, wenn man dieses allgemeine tiefe Gefühl der Flüchtigkeit des menschlichen Daseyns überhaupt, und noch weit mehr der Spanne der Genußzeit betrachtet; diesen daher rührenden Heißhunger nach augenblick lichem Genuß, dem der Mensch alles unterordnet, selbst die glänzendsten Aussichten der Zukunft; kraft dessen er sich stets an das Gegenwärtige hält, und das Zukünf tige, bey der ihn auf allen Seiten umgebenden Wandelbar keit aller irdischen Dinge, als etwas ihm beynahe fremdes betrachtet.

Ein tieferer psychologischer Blick hätte also die Gesez gebung belehren sollen, daß Bestimmtheit für den Men⸗ schen den höchsten Werth hat, daß er also auch die widrige augenblickliche Entscheidung jenem Halbdunkel vorzieht, in welches der schwerfällige Gang der prozessualischen Formen sein Schicksal hüllt; und daß ein Glück, auf das er Jahre schmachtete, das er Jahre in ewigem Schwanken zwischen Furcht und Hoffen ersehnte oft dann schon aufgehört hat, für ihn ein Glück zu seyn, wenn er es endlich erringt.

633.

Noch weit wichtiger muß dem Menschen diese Energie in der peinlichen Gesezgebung seyn, die seine wichtigsten Güter, Leben, Freyheit und Seelenruhe zum Gegenstan de hat.

Allenthalben aber ist es wahr, daß gewisses Unglück leichter sich trägt, als düstre Zukunft.

Die Organisazion der Preußischen Justizverwaltung, so unvollkommen sie noch seyn mag, beurkundet indeß bereits die Möglichkeit, raschen Gäng der Justizpflege mit gründ licher Prüfung zu einigen.

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