Teil eines Werkes 
Bd. 1 : Abt. 2 (1832) Elemente der technischen Chemie
Entstehung
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Chlormangan, kohlens., sehwefels. Manganoxydul. B)

für den Handdruck, und um Gelb aufzusetzen mit Citronensäure in Ver-

bindung mit salpeters. Bleioxyd und doppelt chroms. Kali.

[Anderthalb Chlormangan, salzsaures NManganogyd, Deu- tochlorure deManganese, Deutomuriate, D. hydrochlorate d, Mangan,, Sesquichloride of M., D.muriate of M., durch Behandeln des Oxyds mit Salzsäure, oder des niedern Chlormangans mit Chlorgas; eine dun- kelbraune Flüssigkeit, die auch in gelben Krystallen anschiefsen kann, durch Erwärmung zersetzt wird, indem Chlorgas entweicht und das nie- dere Chlormangan zurückbleibt. Zweifach Ghlormangan, Per- chlorure deM., Perchloride of M., wird erhalten, wenn man mangans, Kali, Kochsalz und cone. Schwefelsäure bei kalt gehaltner Vorlage erhitzt. Es bildet violette Dämpfe, verdichtet sich zu einer olivengrünen Flüssig- keit bei 15°, wird durch WVasser in Mangan- und Salzsäure zerlegt, besteht aus 28,81 Mang. und 76,19 Chl,

Ebenso giebt es auch 3 besondere Verbindungen des Mangans mit Fluor, Fluorure de M., Fluoride of M., von denen die höchste durch mangans. Kali, Flufsspath und rauchende Schwefelsäure erhalten wird; sie bildet grüne Dämpfe, welche an der Luft durch den VVasserdampf

derselben roth werden, indem sich Mangan- und Flufssäure bilden.]

Kohlensaures Manganoxydul, Protocarbonate de M., C. of M., kommt mit kohlens. Kalk und Eisenoxydul gemengt als Roth-Man- ganerz vor, rosenrotlh ins Fleischrothe, in Krystallen, in kuglichen Massen, derb, specif. Gewicht 3,3 bis 6; in Ungarn, Siebenbürgen; findet sich im Spatheisenstein zu einigen Procenten. Das künstlich dargestellte ist ein weilses, in Wasser unlösliches Pulver, welches sich aber in kohlensauren \Vassern auflöst; es findet sich daher auch in Mineralwassern.Das neutrale besteht aus 47,07 Mang., 29,18 Kohlens. u. 23,75 Wass., das natürliche ist wasserfrei.

Schwefelsaures Manganoxydul, Protosulfate de M., S. of M., erhält man als Rückstand bei der Entbindung von Sauerstoflgas aus Braunstein mittelst Schwefelsäure, wenn dabei Glühhitze angewendet wird; bei der Entbindung von Chlorgas aus Kochsalz, Braunstein und Schwefelsäure. Um es rein darzustellen, wird eine Mengung von Braun- stein und Schwefelsäure geglüht, die scharf geglühte Masse in Wasser aul-

gelöst, wodurch sich das Mangansalz auflöst, Eisenoxyd zurück bleibt;

die letzten Spuren von Eisenoxyd werden durch Ammoniak entfernt.

Es krystallisirt in blals amethystlarbnen säulenförmigen Krystallen, schmeckt zusammenziehend, bitter, löst sich in 23 Theilen kalten, weniger leicht in siedendem Wasser, in Weingeist nicht auf, verwittert in der Wärme, wird weils(auch durch schnelles Concentriren der Lauge schlägt sich ein wasserleeres Salz weils nieder), wird in der Hitze langsam ent-

mischt, besteht aus 31,93 Mang., 35,87 Schwefels. und 32,20 Wasser, bildet