Teil eines Werkes 
Bd. 1 : Abt. 2 (1832) Elemente der technischen Chemie
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel.

er Vom Mangan.

Minsan Mangancse, Manganese,(Braunsteinmetall), wurde 1774 von Gahn dargestellt, kommt nicht gediesen, sondern im ox dirten und 5» Seelesen, af geschwefelten Zustand, auch mit Chlor und Arsenik verbunden, in der Natur vor. Das gewöhnlichste Manganerz ist der Braunstein Grau- 5 5> Manganerz,(von diesem siehe weiter unten) ats. welchem alle Mansan- fo) R- Sau o präparate dargestellt werden. Die Darstellung des Mangans geschieht nur im Kleinen, indem das Metall zur Zeit keine technische Anwendung im Grofsen findet.

[ Man reducirt reines, eisenfreies Manganoxyd, oder kohlensaures Mangan- oxydul, indem man es mit Rus und Oel zu einem Teig mengt, und in einem verklebten Kohlentiegel dem heftigsten Glühfeuer aussetzt, wäh- rend dem der Tiegel von Zeit zu Zeit gerüttelt wird, um die einzelnen Körner zu sammeln. Diese Methode gewährt aber kein reines Mangan, sondern ein mit Kohlenstoffmangan vermischtes Metall, Es mufs in vor allem Luftzutritt geschützten Gefälsen aufbewahrt werden, wei es sich sonst schr leicht oxydirt,]

Es ist graulich-weils, von feinkörnigem Bruch, hart, brüchig; sehr glänzend, specif. Gewicht 8,013 John, schmilzt nur erst in der heftigsten Ofenhitze bei 160° W., oxydirt sich schleunigst und zerfällt zu Pulver, zerlegt das Wasser bei der gewöhnlichen Temperatur langsam, rascher in der Rothglühhitze.

Es giebt mit Sauerstoff 4 oder 5 Verbindungen.

1) Manganoxydul, Protoxide de Manganese, Pr. of M., wird aus dem schwefels. Salz durch kohlens. Kali niedergeschlagen, und die Kohlensäure durch gelindes Erhitzen in einem luftfreien, mit Wasser- stolfgas angefüllten, Raum ausgetrieben, wobei darauf zu achten ist, dals beim Erkalten keine atmosphärische Luft zutrete,

Es ist ein blafsgrünes Pulver, welches schleunig an der Luft sich zu Oxyd umwandelt, braun wird, weshalb es in mit Wasserstofigas erfüll-

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