Teil eines Werkes 
2 (1802) Von der Kunstsprache und dem System
Entstehung
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von einander ab, so heißt das Blatt gezähnt, wie bey den Stachel- und Johannisbeer-Blättern. Sind

die Zähne ganz rund, und stehn sie senkrecht auf dem

Rande des Blattes, so nennt man das Blatt ge⸗ kerbt. Die Salbey hat gekerbte Blätter. Ist' der Rand des Blattes mit gleich langen steifen Haaren besetzt, so nennt man das Blatt wimperig, wie das Blatt der Berberitze.

Das Gegentheil von diesen Eigenschaften des

Randes der Blatter finden wir bey denen, die

glattrandige heißen. Diese haben keine Zähne, Kerben oder Wimpern. Sie sind mit den unaus⸗ geschnittenen nicht zu verwechseln. Die letztern können allerdings gezähnt, gesägt und gekerbt seyn, aber sie haben keine größere Einschnitte.

Die größern Einschnitte der Blätter geben dem Blatte verschiedene Formen. Es heißt ausge; schweift) wenn bogenförmige flache Ausschnitte am Rande sind; buchtig, wenn die bogenförmi⸗ gen Ausschnitte tiefer gehn. Unsere Eichen haben buchtige Blätter. Sind die Ausschnitte nicht bogen⸗ förmig, sondern spitzig und groß; so heißt das Blatt winklig, wie bey den lombardischen Pappeln, wel⸗ che gezähnte und zugleich winklige Blätter haben.

Zweyte Sammlung. 3