27 haben, bie sich ebenfalls durch ihre Form unterschei— den, so nennt man diesen Haufen Blätter Schopf, wie Sie dies an der Kaiserkrone, der Scharlach- Salbey und der Ananas deutlich sehen können.
Bey den Gräsern bemerkt man oft da, wo das Blatt scheidenartig den Halm umfaßt, ein aufrecht stehendes Häͤntchen, welches man das Blatthäut⸗ chen nennt, und nach dessen Form die Grasarten bisweilen unterschieden werden. Sie sehn Fig. 2 ein solches Blatthäutchen(8) au dem gemeinen Wind⸗ halm.
Die Blätter werden nun auf folgende Art näher bestimmt:
1. Zuvörderst nimmt man darauf Rücksicht, wie sie an dem Hauptstiel angeheftet sind. Die Blätter sind nämlich entweder gestielt oder ungestielt. Im ersten Falle sitzt der Blattstiel, wie gewöhnlich, am Rande des Blattes, oder er ist so an der untern Fläche befestigt, daß rings um ihn her sich das Blatt tellerförmig ausbreitet. Dann heißt ein solches Blatt schildförmig: diese Form finden Sie unter an⸗ dern bey der Capuziner Kresse. Ist das Blatt un⸗ gestielt, so pflegt man besonders noch zu unterschei— den, ob die Grundfläche des Blattes sich noch etwas


