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Wenn die Wurzelblätter gleich dieselbe innere Structur haben, wie die übrigen, so ist ihre Form doch oft sehr verschieden. Die gemeine rundblätt—⸗ rige Glockenblume, die auf allen Aeckern so häufig wächst, hat ihren Namen von der nierenförmigen Gestalt der Wurzelblätter, wogegen die Blätter des Stengels äußerst schmal und linienförmig sind. Wenn nun, wie bisweilen geschieht, die runden Wurzelblät⸗ ter absterben und die bloßen linienförmigen Stengel— blätter stehen bleiben; so kommt Einem wohl der Name: rundblättrig, sehr seltsam vor, und er ist nichts desto weniger richtig. Auf ähnliche Art haben einige Mimosen gefiederte Wurzelblätter, und ihre Stengelblätter sind linienformig und einfach.
Unter den Stengelblättern kommen einige vor, die gemeiniglich unter dem Blattstiel sitzen, durch Form und Größe sich von den übrigen Blättern un⸗ terscheiden. Diese nennt man Blatt⸗Ansätze oder Afterblätter. Sie sehn an der schmalblättri⸗ gen Wicke(Fig. 1, E) solche eingeschnittene Blatt Ansätze, die sich von den eigentlich gestielten Blät⸗ tern gar sehr unterscheiden. Höchst selten ist ein Blatt⸗Ansatz gestielt, sondern er sitzt fast immer uumittelbar am Stengel. Bey manchen Gewächsen,


