Teil eines Werkes 
2 (1802) Von der Kunstsprache und dem System
Entstehung
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me und Sträucher annehmen. Mau bemerkt aber

einen Uebergang vom Stengel zum Stamme im en⸗

gern Sinne bey denen Gewächsen, die man Stau⸗ den nennt. Diese sterben oben ab, aber in einiger Höhe über der Wurzel behalten die Stengel ihr

Leben und ihre Festigkeit. So kann man Himbeer⸗

und Brombeer-Stauden sagen, weil ihre Stäm⸗ me nicht ganz im Herbste eingehn.

Halm nennt man den krautartigen Steugel⸗

grasartiger Pflanzen, der meistens durch Knoten in

Glieder getheilt und inwendig voll lockern Markes, auch oft von Blüttern scheidenartig umgeben ist.

Die Knoten der Grashalme entstehn von Quer⸗ wänden der Markhöhle,(DTh. 1. S. 210.0) die d die Verwickelung der Schraubengänge mit den Zel⸗ len der Rinde und des markigen Gewebes gebildet werden. Aus diesen Scheidewänden entstehn die

Blätter und die Wurzeln: sie dienen also zur Ver

vielfältigung der Gräser. Die Schraubengänge um⸗ geben aber hier so wenig als in dem Strunk der Farrenkräuter das Mark in concentrischen Ringen, sondern sie sind in einzelen Bündeln zusammen ge⸗

häauft.