Teil eines Werkes 
2 (1802) Von der Kunstsprache und dem System
Entstehung
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Ungleich mehr eigentliche Kunst⸗Ausdrücke kom⸗ men bey dem Stamm oder der gemeinschaftlichen

Rh Stütze des Gewächses vor. Im engern Sinne und im gemeinen Leben nimmt man freylich den Stamm 5 nur bey Bäumen und baumartigen Pflanzen an, il wenn man nämlich findet, daß derselbe während des die Winters nicht abstirbt, sondern so lange dauert, als 98 das Gewächs lebt. Alle Gewächse, die einen solchen 9 Stamm im engern Sinne des Wortes haben, pflegt ü man, der Kürze wegen, mit h zu bezeichnen. Man theilt den Stamm insbesondere in den baumarti⸗ 5 gen und strauchartigen ein. Jener ist unten , am Boden einfach, und treibt erst in einiger Höhe Aeste; dieser theilt sich gleich von unten auf in Ae ö ste und Zweige, wie die Rosen.

Stengel nennt man den gemeinschaftlichen Stamm solcher Gewächse, die im Winter oder in

gewissen Perioden ihres Lebens bis auf die Wurzel

absterben. Der Stengel vflegt nämlich viel weicher und saftiger zu seyn, als der Stamm baum- und ö strauchartiger Gewachse: dennoch aber enthält er, ö wie dieser, Rinde, Holzlagen und Mark; nur daß

die Holzlagen nicht zu dem Grade der Festigkeit und Härte gelangen, welchen sie im Stamme der Bäu⸗ Zweyte Sammlung..