Teil eines Werkes 
2 (1802) Von der Kunstsprache und dem System
Entstehung
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fermünze beweiset. Diese Pflanze suchte er dadurch zu unterscheiden, daß er ihr knopfförmige Aehren, eyförmige, gesägte, gestielte Blätter, und Staubfä den gab, die kürzer als die Blumenkrone seyn. Der itzige Besitzer der Linnéschen Pflanzensammlung, Smith/ sand aber, daß Linné's Pfeffermünze nicht die ächte englische sey, und sich von der letz tern durch die rauhen Haare des Kelches und durch die hackerigen Blumenstiele, so wie durch die gestiel⸗ ten Blätter unterscheide, da die ächte englische Pfef⸗ fermünze sitzende Blätter und glatte Kelche hat. Auf ähuliche Art wären die verschiedenen Sörten des Eisenhuts durchaus nicht zu unterscheiden, wenn man nicht auf die linienförmige oder breite, keilfö⸗ mige Gestalt der Einschnitte der Blätter Rücksicht nimmt. Es ist nur zu bedauern, daß unsere Sprache nicht reich genug und die Natur zu mannigfaltig in ihren Formen ist, als daß wir für jede mögliche Ab⸗ stufung der letztern einen bestimmten Ausdruck auf⸗ finden könnten. Wie oft kommen die Fälle vor, wo man den Umfang der Blätter nicht eigentlich gesägt oder gekerbt, die Oberfläche nicht eigentlich haarig nennen kann; sondern wo man das Wörtchen: fast⸗