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noch stürker befördert werden kann. Das Studium der Pflanzen übt die Sinne und das Gedächtniß. Der Scharfsinn, der Witz und der Verstand werden in Thätigkeit gesetzt, um die Merkmahle gehörig unterscheiden, die Uebereinstimmungen bemerken und sich deutliche Vorstellungen von den verborgenen Zu⸗ iin des Baues und der Verrichtungen
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der Theile machen zu können. Die Einbildungskraft geht bey diesem wohlthätigen Einsluß des Stu⸗ diums der Natur auf den Geist zwar nicht leer aus; aber sie wird gemäßigter in ihren n und lernt sich der Veruunft eher unterwerfen.
An dieser harmonischen Anonme nuß das Zemüth allemahl Theil nehmen.
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Je weniger die Phantasie ausschweift, desto gemäßigter werden die Leidenschaften, desto mehr wird das Gemüth zur Sanftheit gestimmt. Je mehr man die Schriftzüge in dem großen Buche der Natur entziffern lernt, desto mehr lerut man die Mängel unserer Kennt⸗ nisse einsehn, desto mehr wird die Bescheidenheit, diese Krone aller Tugenden, ausgebildet. Gewohnt, unaufhörlich die ursachlichen Ve erhältnisse der Ge schöpfe zu einander zu erforschen, lernt man die Ab⸗ sichten des Urhebers der Natur immer besser ahnen:
Isall Mih ahden
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