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Dieses Vergnügen kann der Botaniker un Pflanzen ⸗Liebhaber in jeder Jahreszeit genießen. Wenn die Natur im Herbste uns den Anblick ihrer ii Gehd auf Fluren, in Wäldern, auf Wiesen und Gebirgen entzieht; dann fangen ihre zartesten Kinder an die Geheimnisse ihres Baues zu enthüllen: dann nimmt das geübte und bewafnete Auge des Beobachters die verborgene Pracht der Moose wahr. Die höchst angenehme Beschäffti igung, die diese Untersuchung gewährt, wird nur durch den heftigen Frost und durch die Schneehülle unterbro⸗ chen, womit sich die Erde bedeckt, um die zarten Keime und Wurzeln vor dem Untergange zu schüt⸗ zen. Aber selbst alsdann, wenn weder Garten noch Fluren dem Auge des Beobachters einen Gegenstand der Beschäfftigung aubieten, wird ihn seine Samm⸗ lung getrockneter Pflanzen aufs angenehmste und lehrreichste unterhalten. Dies ist die Zeit des Brief⸗ wechsels und der gegenseitigen Mittheilung der im Sommer gesammelten Schätze. Ein rühmlicher Wetteifer beseelt alle Botaniker, sich durch Austausch ihrer getrockneten Vorräthe wechselseitig zu berei— chern, und dadurch ihre Kenntnisse zu vermehren. Mit welchem freudigen Herzklopfen wird jedes Päck⸗


