326 Zwölftes Kapitel.
überhaupt in denen, die einen neuern Ursprung haben, gefunden werden, wimmeln von Seekörpern aller Art. Man könnte sogar beynahe sagen, daß, unter gleicher Bewandtniß der übrigen Umstände, die Anzahl der in einer Steinart enthaltenen Spuren von Seekörpern im umgekehrten Verhältnisse mit ihrem Alter stehe.
Man darf aber nicht meynen, als ob die Zeit diese Spuren zerstört hätte. Denn wenn man in diesen Steinarten dünne, zarte Schichten, feine Krystallen, wie Seidenfasern, in dem vollkommensten Zustande erhalten sieht: muß man nicht glauben, daß starke Mu⸗ scheln, wenn sie in diesen Steinarten eingeschlossen ge⸗ wesen wären, eine Spur von ihrer Gegenwart zurück⸗ gelassen hätten; insonderheit da es sich so häufig ereig⸗ net, daß sie, ohne etwas von ihrer Bildung zu verlie⸗ ren, die Härte und die Natur der Felsarten, die sie einschließen, selbst annehmen?
§. 606. Muthmaßungen.
Ich möchte vielmehr glauben, das alte Weltmeer, in welchem die Berge gebildet worden, habe ur⸗ sprünglich nur leblose Elemente enthalten, und die Kei⸗ me der lebenden Wesen haben sich in dem Innern sei⸗ nes Gewässers nur nach und nach entwickelt, so daß sich ihre Anzahl durch ausgebreitete Gradationen in einer langen Reihe von Jahrhunderten vermehrte, und sich vielleicht noch ferner vermehren wird. Eben so wird eine anfangs reine, von lebenden Wesen leere Infusion
binnen einer gewissen Zeit Thierchen hervorbringen, und zwar
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