Teil eines Werkes 
1 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 1
Entstehung
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Berge von Meillerie und St. Gingouph. 295

gouph? Sie antworteten, es gebe in dem Lande nicht verbrannte Steine, sondern Steine, die man zum Brennen gebrauchen könne.

Aus der Beschreibung, die sie mir machten, und den Proben, welche sie mir vorzeigten, sahe ich wohl, daß dieß Steinkohlen wären, und daß der Misverstand da⸗ her kam, daß Steine, die sich brennen lassen, mit ver⸗ brannten Steinen verwechselt worden.

Nach diesem Bericht hätte ich wieder zurückkehren können; aber die Begierde, diese Steinkohlengruben zu sehen, und das Verlangen, nichts zu versäumen, was mich durch eigene Untersuchungen von dem Daseyn oder Nichtdaseyn dieser Vulcane überzeugen konnte, bewo⸗ gen mich zum Entschlusse, diese Berge zu ersteigen.

Ich nahm zum Führer einen Kaufmannsdiener, mit Namen Franz Roc, welcher diese Steinkohlen ent deckt hatte, und stieg bis zu oberst ins Thal von St. Gingouph hinauf, gieng hinter den Gipfeln der Dent d' Oche herum, besuchte einen großen Theil dieser Berge, und kam durch das schöne Dorf Vacheresse hinab auf Evian zurück.

§. 324.

Allgemeine Nachrichten von den Bergen von St. Gingouph. Steinkohlengrube.

Es würde mich gegenwärtig zu weit führen, wenn ich eine umständliche Nachricht von meinen in diesen Bergen gemachten Beobachtungen geben wollte: dies aber wird alsdenn besser und umständlicher geschehen können, wenn ich diese Gegenden noch einmal werde be⸗ sucht haben.

Hier werde ich nur anführen, daß alle diese Berge kalkartig, und überhaupt gegen den See hin steil abge stürzt sind; doch zeigen sie an verschiedenen Orten an⸗

ihrem