Teil eines Werkes 
1 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 1
Entstehung
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29 Dreyzehntes Kapitel.

§. 321. Dorf Meillerie. Steine von Meillerie.

Doch hat man zwey bis drey Dörfer auf diesem steilen Ufer angelegt. Das eine heißt Meillerie, und liegt auf der Halde eines Berges, der so jähe in den See herabsteigt, daß es in einer gewissen Entfernung aussieht, als wäre ein Haus immer auf das Dach des andern gebaut, und die Wege, durch die man von dem untern in die obern Theile des Dorfes gelangt, mehr Leitern als Gassen gleichen.

Dies Dorf lebt vom Fischfange, und noch mehr von dem Verkaufe der Steine, die man von den Felsen am Ufer des Sees losmacht. Man beladet große Barken damit, um sie nach Genf zu führen, wo sie, obschon kalkartiger Natur, dennoch cailloux de Meil- lerie genennt werden. Sie sind nicht gar wohl zu be hauen, dienen aber zum groben Mauerwerk und Pfla⸗ ster der Dämme, welche das Ufer des Sees und der Ar de vor dem Anfressen des Wassers beschützen.

Diese schwärzlichen Steine enthalten öfters Adern eines weissen, verwirrt in rechtwinklichen Blättern kry⸗ stallisirten Spaths. Hr. Billiet hat wahrgenommen, daß derselbe seiner Weiße und scheinbaren Reinigkeit ohngeachtet, wenn man ihn reibt, einen Geruch von Erdpech giebt, der aber doch weniger stinkt, als der so⸗ genannte Stinkstein(Pierre- pore, Pierre puante). Und was sehr merkwürdig ist, so stinkt der Grund des Steins nicht, obschon seine schwärzliche Farbe weit eher, als die weisse des Spaths, eine bituminöse Materie zu er⸗ kennen giebt.

§. 322.

Wurdige schex j mie lje beteg fönn

Son 18 vosy