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Der Genfersee. 13
mals hoch waren, und den Wassern der Arve widerstun⸗ den. Man begreift, daß die Zusammenkunft des An⸗ schwellens der Arve mit der Seichtigkeit der RBhone sehr selten seyn muß, wenn man betrachtet, daß diese beyden Ströme ihr Wasser aus der gleichen Kette von Gebirgen bekommen, folglich auch durch die gleichen all— gemeinen Ursachen in den gleichen Jahrszeiten steigen und sinken.
Es müssen sich also außerordentliche Umstände erei⸗ gnen: zum Exempel ein sehr heißer Südwind, der mit⸗ ten im Winter auf die Höhen von Faucigny weht, und plötzlich eine Menge Schnee schmelzt, oder Ströme von Regen auf diejenigen Gebirge ergießt, auf welche, selbst u Frühjahr und Herbste, gewöhnlicher Weise nur Schnee ällt.
Diese Betrachtung erhält aber doch eine Einschrän⸗ kung durch diese, daß selbst dann, wenn die Berge, die ihr Gewässer in die Rhone gießen, wie die von der Arve, zu gleicher Zeit mit ihnen beträchtliche Zuflüsse von Wasser bekommen, das Wachsen der Rhone bey Genf und unterhalb niemals so schnell seyn würde, als das Wachsthum der Arve, weil die Bhone dort, wo sie aus dem See herauskömmt, sich nicht erheben kann, oh⸗ ne zuvor die ganze Fläche des Sees auch erhoben zu ha⸗ ben; statt dessen die Arve, welche während ihres Laufes keinen dergleichen Wasserbehälter auszufüllen hat, in sehr kurzer Zeit anzuschwellen im Stande ist).
§. 17.
„) Der Winkel, unter welchem beyde Ströme sich vereini⸗ gen, muß allerdings auch auf ihre wechselseitige Wir⸗ kung auf einander Einfluß haben. Je größer dieser Winkel ist, je mehr die Arve gegen die Rhone anstößt, desto größere Kraft wendet sie auch an, um sie zum Rück⸗ flusse zu zwingen. Man hat bemerkt, daß dieser Winkel veränderlich ist. Bor 12 bis 5 Jahren schlich die Arve ganz nah an den Höhen de la Batie hin, und Wünges


