Teil eines Werkes 
1 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 1
Entstehung
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Der Genfersee. 7

Drey Viertelstunden weiter hinauf wird der See sthon tiefer. Ich werde aber im folgenden Kapitel mei ne Versuche üher die Tiefe und Temperatur des Sees beybringen.

9. 11. Die BRhone legt in dem See ihren Schlamm ab, und wird lauter.

Das Wasser des Sees ist in seinem ganzen Umfan⸗ ge vollkommen hell, beym Einfluß(embouchure) der Rhone ausgenommen. Dieser Fluß ist da, wo er in den See fällt, noch mit Trümmern von den Gebirgen und Erdlagen beladen, die er untergräbt, und in seinem schnellen Laufe mit sich fort reißt. Die Rhone legt diese fremden Stoffe bey ihrem Einfluß in den See ab, wo dieselben dann auch selbst bis in die Bay bey Vllleneu⸗ ve, mit welcher sich der See endigt, von den Wellen zu⸗ rückgetrieben werden, und daselbst einen neuen Grund anlegen, welcher würklich mit Schilf bewachsen ist. Der Triebsand, den die Rhone führt, sagt Herr von Duil⸗ lier,) wird durch die Wellen des Sees in Bewegung gebracht, und, wenn die Winde von der Abendseite, oder überhaupt zwischen Norden und Süden wehen, gegen das Ufer zurückgetrieben, welches dadurch von Jahr zu Jahr beträchtlichen Zuwachs erhält. Im Jahr 1576, fügt er bey dieser Gelegenheit bey, versicherte mich eine glaubwürdige Person, die oft an dieser Gegend auf der Jagd war, haben die Sandhaufen das Ufer um vieles vermehrt, und in dem See, zwischen dem Einfluß der Rhone und Villeneuve, in Zeit von funfzig Jahren eine lange Erdstrecke von mehr als einer halben Stunde ge⸗ bildet, die über vierzig Schritte breit war. Auch zeigte man mir ein Dorf mit Namen Drevallay oder Pro⸗ vallay, im Lateinischen Portus Valesiae genannt, wel⸗

A 4 ches Histoire de Geneve T. II. p. 453