Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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chen das Gut gehört, oder es findet ein andrer ähnlicher Fall statt, und so läßt sich nichts Bestimmtes ausmitteln.

Auch werden selten einzelne Grundstücken verpachtet; dies findet höchstens in der Nähe der Städte statt. Irre ich nicht, so erhielt der Herr Oberpfarrer in Gößnitz für den einzelnen Acker Feld zwischen 20 und 30 Thlr. jähr⸗ lichen Pacht.

Daß die altenburgschen Bauerwirthschaften trotz der oft sehr hohen Abgaben guten Ertrag geben, beweist die überall sichtbare Wohlhabenheit der meisten Altenburger. Der Boden ist in einigen Gegenden nicht schlecht, doch kenne ich im Altenburgschen nur einen kleinen sehr wiesen⸗ reichen Strich Landes an der Pleiße, unweit Treben, wo ohne große Industrie die Felder reichen Ertrag geben wür⸗ den; in dem größern Theile des Landes konnte nur die er⸗ höhete Kultur solche große Dinge thun, der Boden al⸗ lein thats freilich nicht.

Daß die guten Altenburger durch noch mehr erhö

hete Abgaben nicht gedrückt, und also auch nicht im Fortschreiten gehemmt werden, läßt sich erwarten, da dies Völkchen unter einer weisen und das Wohl der Unter thanen befördernden Regierung steht.

Der Durchlauchtigste Herzog von Go⸗ tha bewies es dadurch, daß Er am 2ten Februar 1819 auf der Altenburger Redoute in der Maske eines altenburger Bauers erschien, wozu Er die Kleidung vom Bauer Pohle aus Stünz hayn lieh, und diesem ei⸗ nen silbernen Becher mit der Inschrift:Ehre der Vä⸗ ter Sitten und Tracht huldreichst schenkte.

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