Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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Kleinodsgärten.

Den Küchengarten, oder Gemüse⸗und Blumengarten, nennt der Altenburger Kleinodsgarten, auch Gläntzegar⸗ ten. Gemeiniglich besorgt die Bauerfrau den Anbau der Gemüse und der Blumen, worin die Töchter mit großem Eifer hülfreiche Hand leisten. Doch in manchen Orten halten sich auch mehrere Bauern zusammen einen Gärt⸗ ner, wenigstens fand dies um Ponitz herum häufig 681. W ö ö

Viele Bauergärten sind ganz nett eingerichtet und gewähren einen erfreulichen Anblick. Ich sah Blumen⸗ gärten, z. B. in der Gosel bei Vonitz, mit einer solchen Mannigfaltigkeit, daß man sie für botanische Gärten halten konnte, ohnerachtet sie nur Zierpflanzen enthiel⸗ ten. ö 8 Da man gern Gartengemüse ißt, so wird davon auch eine große Menge, allerlei Gattung, mit vielem Fleiß ange⸗ bauet. Fast in jedem Bauergarten trifft man jetzt Spargel Gurken, den schönsten Kopfsallat, Sellerie, Petersilien⸗ wurzeln, Pastinakwurzeln Zuckerwurzeln, rothe Rüben, Möhren, Karotten, Scorzonerwurzeln, Meerrettig, Ra⸗ dieschen, Rettige, Erdäpfel, Kohlrabi, Blumenkohl, meh⸗ rere Sorten Kraut und Kohl, Rapunzeln, Zwiebeln/ Schnittlauch, Schnittpetersilie u. dergl. Gewächse mehr an.

Hr. Oberpf. Klötzner schreibt mir:Was die Klei⸗ nodsgärten betrisst, so bauen die Bauern vielerlei, was sonst nur in großer Herren Härten anzutreffen war, z. B. Spargel ꝛc. zum Verkauf an.3

Vom Spargel gedeihet ein Stock seit 30 Jahren in

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