Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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Erster Abschnitt.

Geographische und örtliche Beschaffenheit des Herzogthums Altenburg.

Das Ländchen liegt, so weit ichs beschrelben will, im 51 nörd icher Breite, am Fuße des sächsischen Erzgebirges. Es gränzt mit dem Erzgebirgschen Kreise, mit der Herr⸗ schaft Schönburg, mit dem Leipziger Kreise, dem preußi⸗ schen Antheil von Sachsen, der Herrschaft Gera und mit dem Neustädter Kreise.

Das Klima ist im Altenburgschen, so klein auch der Raum ist, doch sehr verschleden. So ist es in der Nähe vom Marktflecken Meußelwitz und in der Pflege Monst a b, nach der preußischen Stadt Zeitz hin, ungleich milder als in der Gegend der Städtchen Schmölln, Merane und Gößnitz. In den erstgenannten Gegen⸗ den finden weniger Spätfröste statt und die Ernte fängt in der Regel einige Tage früher als in der Schond zurgschen und Erzgebirgschen Grenze an. In Ponitz habe ich selten im April schon säen können, und oft kam Ende Mai und Anfang Juni ein derber Nachtfrost, welcher manches Gar⸗ tengewächs vernichtete; zuwellen fiel im Mai noch einige Zoll hoch Schnee, welcher das Austreiben der Schaafe für einige Tage verbot. Schon im November mußten gemei⸗ niglich die Schaafe im Stalle gefüttert werden. Doch ist

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