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Ein kraftvoller, düngerreicher Boden widersteht eher dem schädlichem Einfiuß ungünstiger Witterung, als der düngerarme, kraftlose Boden. Der Dünger macht nicht allein mechanisch, und während seiner Zersetzung chemisch den Ackerboden locker und mild, sondern er theilt ihm auch während der Zersetzung Wärme mit; denn bei jeder Gährung wird Wärmestoff frei, und der, welcher während der Gährung des im Acker liegenden Düngers frei wird, kommt größtentheils dem Ackerboden zu gute. Diese hervorge⸗ brachte Porosität und mitgetheilte Wärme macht, daß der düngerreiche Boden mehr Nösse und Kälte verträgt, als der düngerarme. Je tiefer die reiche Ackerkrume liegt, desto mehr findet dieser Vortheil Statt.
Im reichen Boden keimen die Saamenkörner schnel⸗ ler als im armen; im reichen Boden wirkt der Regen schon im kleinen Maaße, und überhaupt schneller auf die Vege⸗ tation, als dies der Fall bei dem düngerarmen Boden ist. Das schneller keimende Korn eignet sich auch schnell die vorgefundene Feuchtigkeit an, und läuft bald zu einer Pflan⸗ ze auf, die sich selbst Schatten und Schutz gegen die aus⸗ trocknenden Sonnenstrählen und Winde giebt. Im düngerar⸗ men Boden hingegen keimt das Saamenkorn, aus Mangel an Wärme und Luft, langsamer; war der Boden vor der Saat nicht sehr feucht, so verdünstet diese bald, regnet es nun nicht bald nach der Saat, so reicht die Feuchtig⸗ keit vielleicht zum völligen Keimen aller Körner nicht zu, und viele laufen gar nicht auf, sondern verwesen. Die wenigen aufgelaufenen Pflänzchen wachsen auf armen Boden nur langsam vorwärts, sie geben sich daher erst spät Schat⸗


