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immer jede Viehart den möglich höchsten unmittelbaren Ertrag brachte, und deshalb der von ihr gewonnene Dünger so wohlfeil als möglich wurde.
9. 2/7/1.
Um das erbauete Futter und Streustroh in Dünger verwandeln zu lassen, können wir Rindviehzucht, Schaf— zucht, Pferdezucht, Schweinezucht oder Mastung treiben. Es kommt nur, wie schon gesagt, auf die Lokalumstände an, welches von allen diesen den Dünger am wohlfeil— sten liefert, oder ihn wohl gar umsonst darbietet, wenn nämlich der unmittelbare Gewinn Fütterung, Wartung, Zinsen und Risiko schon hinlänglich deckt. Ueber jede dieser Vieh- und ihre Benutzungsarten werde ich(die Pferdezucht ausgenommen, weil ich hier ganz unbedeu— tende Erfahrungen machte) meine gemachten Erfahrun— gen im Nachfolgenden offen mittheilen.
a) Ueber die Rindviehzucht. d. 2a.
Seitdem ich Landwirth bin, habe ich verschiedene Racen des Rindviehes ziemlich genau kennen lernen, und sogar über 3 separat gewartete und gefütterte Ra— cen zu gleicher Zeit die Aufsicht gehabt und die Rech— nung geführt; daher habe ich sehr interessante Verglei— chungen anstellen können, und wirklich auch angestellt.
Große Schweitzerkühe(wahrscheinlich Freiburger) waren ekel im Futter, sie hungerten lieber, bevor sie Stroh fraßen, sie fraßen überhaupt viel, gaben im Ver— hältniß der zugleich beobachteten Friesländer und Voigt— länder Kühen sehr viele Milch, aber diese Milch war


