Teil eines Werkes 
1 (1814) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 1
Entstehung
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tet, sie wechselsweise einige Jahre als Feld, und dann wieder mehrere Jahre als Weide benutzte. In der umgebrochenen Weide(Dreesch) würden sehr schöne Früchte wachsen, und durch die Bearbeitung wird die alte Grasnarbe vertilgt, die zuletzt durch Ansäung des weißen Klee's durch eine bessere ersetzt wird. Auf diese Weise behandelt, wird gewiß ein Acker eben so viel Nahrung darbieten, als zwei Acker der Weide, welche, sich selbst überlassen, voller Haufen, Di⸗ steln und dergleichen ist. Aber es wird auch kein Schade seyn, wenn zu dieser Wechselbenutzung etwas weit vom Gebäude entfernt liegendes Feld genommen wird.

9. 261.

Auch die zur Weide der Schafe des Guthes oder der Domäne bestimmten Felder der Unterthanen, lassen sich in mehrern Gegenden durch die Besitzer verbessern, nur muß der Wirthschaftsdirektor des Ritterguths oder der Domä⸗ ne mit den Unterthanen gut umgehen und sie zu behandeln wissen. Mehrere Bauern, auf deren Feldern ich die Schafhuthung ausüben konnte, bedauerten, daß sie mir nicht in Hinsicht des Kleeheumachens nachahmen konnten, indem der Klee, den sie den Gesetzen gemaß säen durften, kaum zur grünen Fütterung hinreichte. Auf diese Klage that ich ihnen den Vorschlag, daß sie etwas mehr Klee säen, und diesen wie den andern; mit Gips oder Dünge⸗ salz bestreuen sollten; Anfangs Juni möchten sie diesen Klee mähen und dürre machen, nachher sollten sie mir aber dies Feld zur Schafweide einräumen, und etwas länger als die gewöhnliche reine Brache ungepflügt liegen lassen. Mehrere nahmen meinen Vorschlag an, sie hatten Gewinn, sie