seiner Oberaufsicht standen, und war so gütig, mich mit zu nehmen. Wir reisten weiter über Wörliz, Dessau, Berlin, Potsdam u. s. w. Auf dieser Reise war mein Geschäft, auf Gartenanlagen genau Acht zu geben, auch auf schöne Gebäude, Zimmerverzierungen u. dergl. und flüchtige Zeichnungen zu entwerfen, und weil es der Wunsch des Herrn von Berlepsch war, daß künftigen Sommer manches unter meiner Leitung in diesen Gegen⸗ ständen ausgeführt werden sollte. Mir nützte dies sehr, ich verfeinerte sehr meinen Geschmack. Leider aber war das Landwirthschaftliche auf dieser Reise nur Nebensache. Es fehlte mir an Zeit, viele Bemerkungen in dieser Hinsicht zu sammeln. Den Winter darauf lebte ich mehrentheils in Dresden, und benutzte hier, was ich glaubte, benutzen zu müssen, aber leider hatte ich keine Anleitung, und ließ daher vieles unbenutzt. Ueber die landwirthschaftliche Baukunst nahm ich Stunde beim Architect Hrn. Speck.
F. 12.
Ich hatte Gelegenheit, eine Menge Bücher zu lesen, woraus ich Nutzen schöpfte; doch würde ich mehr geschöpft haben, wenn ein Sachkenner zur Seite stand, und mich belehrte. Ich las viel und verdauete nicht alles.
9. 13. eeine Geschäfte in Proschwitz waren beendigt, in Dresden wurde mir es zu enge, weil ich keine Geschäfte, die mit der Ländwirthschaft in Verbindung standen, treiben konnte. Ich sehnte mich wieder aufs Land in die land— wirthschaftlichen Geschäfte hinein. Der Plan des Hrn. v. Berlepsch war freilich, daß ich in seinen Diensten


