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der hohen Pfotte, welche zwischen Neuffen und Urach von den sähen Kalkfelsen gebildet wird, rauschen frische Bäche durch die Wiesen. Hat man aber hinter Urach die Höhe er— klommen, so zeigt sich ein überaus steiniges, festes Land, welches einen starkgebauten Pflug(Zeichnung 5) nöthig ge— macht hat. Die Wirthschaft ist hier durchaus ärmlich, wie die Gegend rauh, kahl, einsam, mit wenigen Dörfern. Die vielen unbebauten Strecken bieten dem Viehe reichliche Weide, dagegen sind der Wiesen desto wenigere. Der lange Winter bietet manche Schwierigkeit, da die Ernten oft schon wieder von der schlechten Witter ung gestört werden, wie z. B. am 11. October 1817 noch viele Gerste stand, während schon am 4— 6 Oetbr. Schnee gelegen hatte. Waitzen gedeiht hier nicht. 15 Morgen Feld in jeder Flur(zusammen 54 magdeb. M.) soll das gewöhnliche Gütermaß seyn, bei wel—⸗ chem aber nur 3 Ochsen und 2 Kühe gehalten werden.
Ein ähnlicher Abstand erscheint dem Beobachter in der Streitberger Gegend, die zwischen Bamberg, Baireuth und Erlangen ungefähr in der Mitte liegt, und sowohl wegen ihrer romantischen Schönheit, als wegen ihrer Naturmerk— würdigkeiten, besonders der vielen Tropfsteinhölen, in Deutsch— land mit Recht berühmt ist. Die Wiesent ergießt sich bei der kleinen Festung Forchheim in die Rednitz. Eine Stunde auswärts trifft sie aus einem, nach Südwesten lau— fenden Thale, welches an dieser Stelle über eine viertel Stunde breit ist, aber bei dem 4 Stunden weiter oben lie— genden Streitberg, bis zu welchem es gerade fortläuft, kaum einem schmalen Wiesenstreif zu beiden Seiten des Flus— ses Raum giebt. Hohe belaubte Berge mit Felsenzinnen schließen es ein und geben ihm, so wie das ganze nordöstlich liegende Gebürge, Schutz. Daher gedeiht auf einem Theile
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