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Ansichten der Volkswirthschaft mit besonderer Beziehung auf Deutschland / von Karl Heinrich Rau
Entstehung
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fenden Gegensatz in sich erkennen; es hat einen Theil, der der Erdbearbeitung zugewandt ist und der technische ge nannt wird, und einen, der sich auf den Markt richtet; denn bei dem Markt endiget sich die Wirksamkeit des Ge⸗ werbes, es beginnt der Verbrauch, der dem Erwerbe gegen übersteht und zu diesem die andere Hälfte des immerwäh⸗ renden Kreislaufes bildet, obschon er auch zugleich wieder für ein folgendes Gewerbe Hervorbringung seyn kann. Wenn ein Stoff durch mehrere Gewerbe nach einander geht, so liegt immer zwischen je zweien jenes Zusammentreffen und Aus⸗ gleichen von Vorrath und Bedürfniß, welches bildlich Markt genannt werden kann. Bei einem Eisenbergwerke hat die technische Bemühung die vortheilhafte Zutageförderung der Erze zum Zwecke; die andere Seite des Geschäftes besteht in der Sorge für den Abfatz; dieß ist die Marktseite. Der Stoff geht zum erstenmal über den Markt, um im Geh⸗Ofen

wieder Gegenstand der technischen Arbeit, und als Platte,

Gans ꝛc. zum zweitenmale Marktwaare zu werden, worauf er in der Frischhütte verarbeitet wird. Er betritt nun als Platte, Zain, Stange, den Markt, vertheilt sich an die Blechhütten, Drahtzüge, Schlosser⸗ und Schmiedefeuer, Stahlhütten u. s. f. Jeder rohe Stoff ist zu vielerlei Be⸗ arbeitungen geschickt; daher ruhen auf einer Art von Erdar⸗ beit, wie der Bergbau, Holzzucht ꝛc., sehr viele Gewerke: fast bei jeder neuen Stufe der Veredlung sondern sich meh⸗ rere Gewerbe von einander, wie in jenem Beispiel, da das Gußeisen auch, statt in das Frischfeuer zu kommen, als Gußwaare mancherlei andere Bestimmungen erfüllen könnte. Die unzählbare Menge von Gewerken geht von den wenigen Erdarbeiten, wie von ebensoviel Stämmen, in eine unend⸗ liche Verzweigung aus, die sich der eben so grohen Fülle von