Valuta des
532 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben
seine fleißige und vielfältige Fürsorge ward Ord⸗ nung im Staate gegründet, Ruh und Zufrieden⸗ heit gesichert, und Ueberfluß im ganzen König⸗ reiche verbreitet. Was noch mehr sagen will, es wurden eben dadurch so gar die Einkünfte der Krone vermehret.„Das kann man“, sagt der Geschichtschreiber,„als ein Meisterstück der Poli⸗ otik betrachten: denn in der That bereicherte sich „der Monarch“, wie Velly sagt,„durch nichts „weniger, als außerordentliche Auflagen; wie „man denn dergleichen in jenen ältern Zeiten kaum „kannte 4.—„Ludwig“, sagt Joinville,„sah „bollkommen ein, daß dem Fürsten unmöglich »etwas zum Vortheile gereichen könne, wenn es vdem Unterthan lästig ist; und er hütete sich da⸗ „her jederzeit vor Erpressungen. Am Ende nahm „das Königreich durch die gerade Redlichkeit, die „man darinnen herrschen sah, dermaaßen zu, daß »die Landes⸗Einkünfte, die Zinsen, die Rente »und das königliche Einkommen jährlich um die „Hälfte wuchsenn. Der König war aller Ge⸗ waltthätigkeit feind, und immer willig und be— reit, seine Ansprüche, so bald sich nur ein Schat— ten von Zweifelhaftigkeit zeigte, schwinden zu lassen. Diese edle Billigkeits-Liebe veroffenbarte sich bey jeder Gelegenheit, wo ihm vernünftige Vorstellungen gethan wurden.
Unter Carl dem Fünften galt die Mark, im
Silbers unter Verhältnisse gegen den itzigen Zahl-Werth, wie
dem Könige Carl dem Fünften.
auch im Verhältnisse mit ihrem Preis im Umsatze gegen die Lebens⸗Mittel,(diese beiden Valuten mit einander verbunden,) 90 Franken und 10 Sols unsrer Münze. Mithin gält in damaliger Zeit ein Franke 18 itzige Franken; ein Denier galt 12 Deniers, ein Sou 18 Sols. Die Geschicht⸗
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