Teil eines Werkes 
1: Victors de Riquetti, weyland Marquis von Mirabeau, ... Landwirthschafts-Philosophie, oder Politische Oekonomie der gesammten Land- und Staats-Wirthschaft. 1
Entstehung
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Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 443

wüsteten Ländern den Menschen am Nothwendig sten zu ihrer Existenz fehlt, und sie sich zum öftern nach dem Weg umsehen, der zum Lande hinaus führt.

Folglich kann ein Land nicht anders durch seine Bevölkerung gedeihen, als nach Maaßgabe des Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohnes, welches die Einkünfte, die durch Schätze und Auslagen ge wonnen werden, herzugeben vermögen. Aus⸗ schweifende Kriege, Steuern auf die Personen, so wie jede andre unächte und trügliche, oder solche Steuer, die aus der andern und dritten Hand bezogen wird, eine Staats-Administra

tion, die den Handel erschwert, und die folg⸗

lich den Verkaufs-Werth der Lebens-Mittel und rohen Materien vernichtet; mit einem Wor⸗ te, jede Ursache, wodurch die Schätze zerstöhret werden, reißt die Einkünfte, die Menschen, und

die Kräfte einer Nation mit der Wurzel aus. Krieg und Mittel zum Kriege sind das Werkzeug der Macht, sind aber an sich bey weitem noch nicht selbst Macht. Will man sich denn in Ewigkeit nicht angelegen seyn lassen, zu erkennen und einzusehn, was Krieg eigentlich sey, und was für ungeheuern Einfluß so wohl der glückliche Erfolg desselben, als die widrigen Zufälle

leidliches Auskommen zu haben. Der dumme Pöbel also, den der Verf. hier in Gedanken hatte, kann schlechterdings kein andrer seyn, als der alberne Nach⸗ bether⸗Pöbel von Undenkern, die sonst wohl etwas bebres vorstellen wollen, als Pöbel, die aber den Sophisten, welche ihnen etwas Paradoxes weiß⸗ machen, bloß darum aufs Wort glauben, weil sie ihre eigne Trägheit und Unfähinkeit zum Nachdenken fühlen, und deßhalb lieber nachbethen, was ihnen ein Wäscher vorschwatzt. V.