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Vorrede des Verfassers. xxv
Dieser einzige Gedanke hat mir Flügel gegeben; und daß ich diesem ersten Triebe getreu gewesen bin, hat mir, ich darf es wohl sagen, zur Schärfsicht der Sphinx ver— holfen. Ich bin überzeuget worden, daß uns unser gü— tiger Herr und Meister bloß Treue gegen die physischen Gesetze der Natur, Einwilligung in die Gesetze des Ge— nusses, und Beytritt zu den Gesetzen des Wieder-aufle— bens und Gedeihens geböte. Mithin kann das Weizen— Korn, ein eben so sprechender Spiegel der göttlichen Weis— heit, Größe und Güte, als die Gestirne und die Welten im Unendlichen, dem, der es demüthig, mit Nachdenken und Beständigkeit anschaut, die Laufbahn der Natur— Wunder und ihres Urhebers eröffnen, da hingegen der
menschliche Verstand, wenn er seinen eignen Kräften über—
lassen bleibt, und seine einzige würdige Führerinn, die Natur, aus dem Gesichte läßt, nur abstrarte und allge— meine Begriffe erzeugt, und sich in dem Schwarme der Phantomen seiner Einbildung verliehrt.
Dieses war der Ursprung der Verirrungen des menschlichen Verstandes; eine fruchtbare Quelle von al— lerley Widerwärtigkeiten, welche die Menschheit betroffen haben. Mitten in einer Wolke von immer wieder aufle— benden zauberischen Blendwerken entfernt sich der nach Glückseligkeit hungernde Mensch um so mehr von der Glückseligkeit, je mehr der Schwung, den er nimmt, bloß Schwung der Einbildungskraft ist: er meynt, die Wahrheit zu suchen, indem er nur Lügen gebiert und Lü— gen nachgeht. Ungewiß und zweifelhaft auf seinem We— ge, erschöpft er seine Kräfte, wird müde: und wenn ihn auch schon sein sinkender Muth zum stillstehn bewegt; so
schmeichelt ihm doch noch sein Stolz mit dem Gedanken,
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