veredeln gedenkt, denn nimmermehr wird sie eine Mittelwolle zu einer ganz feinen machen, die mit allen Eigenschaften, welche die feine Fabrikation erfordert, versehen ist.
Der Erzeuger kann nie den Preis erhalten, welcher dem wahren Werthe seiner Wolle gemäß ist, wenn er sie im Schweiß verkauft, und über— haupt, wenn er sie nicht vorher lieset, oder we— nigstens die verschiedenen Pelze von einander sondert.
Die Eintheilung der Heerde muß der Schur vorangehen, und unmittelbar darauf das Lesen folgen.
Die Wäsche am Schafe und die heiße, oder die Kaufmannswäsche, sind mit vielem Unge— mach verbunden.
Die kalte Wäsche nach der Schur vereiniget alle Vortheile, welche man verlangen kann.
Der Grad der Sauberkeit, der Betrag der verschiedenen Sorten, welche aus dem Lesen her— vorgehen, der Grad der Schönheit einer jeden derselben können in dem Werthe zweier Pelze Ver— schiedenheiten hervorbringen, wodurch der eine weit mehr werth ist, als der andere.
Da das wahre Interesse des Erzeugers in der Vermehrung der Schafe, die ihm Nutzen brin— gen, und in der Verminderung derer bestehet, die ihm zur Last sind, so muß er über den Ertrag der⸗ selben in Betreff jedes Einzelnen Rechnung führen, damit er die einen von den anderen unterscheiden, und über ihren Werth urtheilen kann.
Die Wäsche, welche wir empfohlen haben,
wird dem Eigenthümer den Verkauf seiner Erzeug⸗ nisse sehr erleichtern.


