gewebe aufliegt, aus einem schleimigen, und aus einem ebenfalls festen, aber dünnen, welches das Oberhäutchen genannt wird.
Durch die im Zellgewebe verbreiteten Wurzeln ziehet die Zwiebel die zur Bildung und Entwicke⸗ lung des Haares nöthigen Säfte in sich, und be⸗ reitet daraus den Keim desselben. Dieser verlängert sich, und dringet aus derselben hervor, mit seiner Spitze an die untere Lage der Haut an, und durch selbige durch. Dann gehet die Röhre durch die darüber liegende schleimige bis an die obere dünne u. feste Lage, u. bieget sich, da sie solche nicht sogleich mit ihrer Spitze durchdringen kann. Daselbst bleibt sie entweder mit ihrer Spitze stehen, und drückt sich, in⸗ dem sie immer länger wird, schraubenförmig zusam⸗ men, oder bieget sich um, und gehet wieder zurück und mehrere Mal hin und wieder. Bei dem Zu⸗ sammendrücken so wohl, als bei dem Hin- und Wiedergange treibet sie die schleimige Substanz, woraus die mittlere Lage bestehet, aus der Stelle, und verdichtet sie zunächst um sich. Dadurch bildet sich ein Kanal, welcher nachher dem fortwachsenden Haare zum Modell dienet. Indem die Zirkel oder die Bogen der Röhre sich immer mehr anhäufen, hebet sie die obere Lage empor, dehnet sie aus, und sticht endlich mit ihrer Spitze durch dieselbe durch. So kommt denn das Haar auf der Oberfläche der Haut zum Vorschein.
Nun ist die Haut an den verschiedenen Scha— fen und an den verschiedenen Stellen ihres Körpers von verschiedener Beschaffenheit: folglich muß auch die Wolle, die aus derselben hervor gehet, verschie⸗ den seyn. Wir werden von diesem Gegenstande umständlicher handeln: wenn wir auf das Verhält⸗ niß kommen, in welchem die Eigenschaften der Wolle


