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Stoffen unterworfen wird, auf seine Beschaffenheit haben, zu untersuchen, damit aus diesen Untersu⸗ chungen Folgerungen können gezogen werden, wel⸗ che geeignet sind, den Erwerbfleiß in der Wahl des besten Verfahrens in der Erziehung der Schafe und in der Reinigung und Verarbeitung der Wolle zu leiten.
Da wir in dem Verlauf vieler Jahre durch eigene Erfahrung, Beobachtung, Versuche und Nach⸗ denken ein gewisses Maaß von Kenntnissen dieser Gegenstände uns erworben haben, so halten wir uns, als Bürger des Staats, für verbunden, sol⸗ che zum Vortheil des Landes unseren Mitbürgern mitzutheilen.
Von dem Haar der Wolle und seiner Natur.
Das Haar der Wolle ist ein Faden von einer festen Substanz, einer Art von verhärtetem Mukus, oder thierischem Schleim, mit welcher eine seifige Materie verbunden ist.
Der feste Bestandtheil stellet sich als eine po⸗ röse Röhre dar, und ist weder in kaltem, noch in heißem Wasser auflösbar: durch ätzende Bäder aber kann seine Auflösung bewirkt werden. Der seifige Bestandtheil befindet sich in der Höhlung und in den Poren des Haares. Im Inneren bildet er das Mark oder den Saft, im Aeußeren das, was man den Schweiß nennt.
Der Schweiß bestehet aus zwei Substanzen, wovon die eine in kaltem, die andere nur in heißem Wasser sich auflöset, wenn sie mit andern Substan⸗ zen, vornehmlich mit der erstern, vermischt ist.
Das Mark hat mit dem Schweiße große Aehnlichkeit, und widerstehet wahrscheinlich nur durch seine Einwickelung den Mitteln, welche die Auflö⸗ sung des letztern bewirken.


