dephlogistizirte Luft. 15
das Verdienst der Entdeckung, wenn sie wesentlich ist, kann solchergestalt nicht anders, als bekännter werden. Im gegenwärtigen Falle habe ich gar keine persönliche Ursache, um dieses Heilmittel geltend zu machen. Ich habe das Verdienst nicht, es zuerst anempfohlen zu ha⸗ ben, indem es schon vor mir andere thaten. Bey dieser Anempfehlung fühle ich mich durch nichts, als durch einen Eifer beselet, den ich für eine der ersten Pflichten meines Standes ansehe, um nach Kräften zum gemeinen Besten beyzutragen, und um die leidende Menschheit, sobald als möglich zum Genusse eines Mittels zu brin⸗ gen, welches so gegründete Hoffnungen gibt.
Die meisten, welche bisher an diesem Heilmittel etwas auszustellen fanden, und mir ihre Bemerkungen darüber mitthellten, fußten sich auf die Vergleichung, die sie zwischen einem Lichte und dem Leben eines Thie— res machen zu können glaubten. So, wie ein Licht in der dephlogistizirten Luft mit der äußersten Lebhaftigkeit brennet, und darin sich sehr schnell verzehret, würde nach ihrem Vorgeben das Leben eines Menschen, der viele dephlogistizirte Luft athmete, wahrscheinlicherweise auch viel kräftiger seyn, aber von einer um so kürzeren Dauer, je geschwinder sich seine Organen abnützten. Wäre diese Vergleichung annehmbar, so folgte daß ein Mensch, der immer eine Luft athmete, worin ein Licht
mit


