Teil eines Werkes 
2 (1784) Vermischte Schriften physisch-medicinischen Inhalts. 2
Entstehung
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dephlogistizirte Luft. 13

Fenster erneuert, scheinen für die Linderung, die man

ihm verschaffen könnte, wenn man ihn nebst der Wohl that einer öfters erneuerten Luft von Zeit zu Zeit eine unendlich reinere Luft einathmen ließ, als die beste ge⸗ meine Luft ist, ein sicherer Bürge zu seyn. Die Erfah rung zeiget uns, daß ein mit was immer für einem hitzigen Fieber befallener Kranker die Luft des Zimmers unendlich mehr verdirbt, als ein Mensch von einer guten Gesundheit. Eine mit septischen und phlogistischen Theil⸗ chen schon überladene Luft, welche der Körper eines Kranken ausdünstet, ist nicht mehr im Stande, sich mit allen diesen schädlichen Theilchen zu beladen, welche die in Unordnung gebrachte thierische Haushaltung in den hitzigen Fiebern entwickelt; diese Luft muß also damit überladen bleiben. Wenn nun in solchen Umständen eine frische Luft, so wie wir oben sagten, auf der Stelle Linderung bringet, welches man mit keinem anderen Heil⸗ mittel zu bewirken wüßte, was hat man nicht von dem Gebräuche einer Luft zu erwarten, welche selbst jedes Brennstoffes entblößet, und daher unendlich mehr im Stande ist, sich mit diesem der thierischen Haushaltung durch seinen zu großen Uiberfiuß schädlich gewordenen Wesen zu beladen? Es möchte nicht wohl möglich seyn, zum vorhinein die eigentliche Gabe dieser Luft, die ein Kranker nehmen sollte, zu bestimmen. Ich glaube, daß in Kranker, um einen entschiedenen Erfolg zu hoffen, be⸗