dephlogistizirte Luft. 9
Krankheit. Die vollkommene Gesundheit hat nicht viel Ausdehnung, und es hielte hart, zu sagen, ob man
sich den einen Tag etwas besser befinde, als den anderen,
wenn man sich an allen beyden recht wohl befindet. Sobald wir aber krank werden, so bemerken wir viel leichter alle die Veränderungen, die in uns vorgehen, weil es zwischen einer etwas erschütterten Gesundheit und dem Stande einer schweren Krenkheit unendliche Gräde gibt.
Obgleich die Natur dieser Lebensluft uns anzuzeigen scheinet, daß man von ihr für alle Krankheiten ohne Unterschied Erleichterung ziehen könne, so gibt es doch Fälle, wo der Gebrauch dieser Luft besonders gute Wir— kungen verspricht; dergleichen sind z. B. die Krankheiten, welche eine verdorbene Luft zur Ursache haben, wie es der Fall in sumpfichten Oertern ist, oder welche sich durch das Einathmen einer auch flüchtig angeschmierten Luft verschlimmern. Krampfdämpfe, derer Anfälle oft durch eine im Dunstkreise vorgehende, und auf andere Menschen nicht wirkende geringe Veränderung erwecket werden, könnten vielleicht durch den Gebrauch dieser euft minder heftig und viel kürzer werden(b). Uiber⸗
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(b) Voll von diesem Gedanken, ersuchte ich den Herrn Stoll, Professor der ausübenden Arzneykunde an dee Ho⸗


