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Die Wäsche der Wolle und ihr Interesse für Woll-Producenten, Fabrikanten und Händler / von J. C. Possart
Entstehung
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daaße erzeugt. Diese Art von Wolle ist es, in der es stets gearbeitet hat, und ihr allein hat es den guten Ruf zu verdanken, den seine Erzeugnisse im Auslande genießen. Wir ziehen unsere besten Qualitäten aus Sachsen und Schlesien, auch aus Rußland beziehen wir welche. In Odessa giebt es unzählige Heerden, welche sehr schönes Product liefern.

(Frage.) Welches ist Ihre Meinung über den Ein fluß des Zolls von 30 Prozent, womit die Wollen des Auslandes bei ihrem Eintritt belegt waren?

(Antwort.) Er war äußerst nachtheilig für unsere Industrie; man weiß, wodurch dieser Zoll entstand. Ein großer Heerdenbesitzer, Herr von Polignac, hatte eine falsche Richtung genommen und seine Heerden verpachtet, welches ihm sehr theuer zu stehen kam und wodurch er große Massen aufsammelte.) Er wendete alsdann alles Mög⸗ liche an, den Zoll auf fremde Wollen erhöhen zu lassen, um die des Innern zum Steigen zu bringen. Er gelangte auch dahin, daß er auf 30 Prozent festgesetzt wurde, trotz einer Opposition der Herren Girod de'Ain& Jotemps, welche nichts destoweniger selbst Besitzer der schönsten Heerden Frankreichs sind, und durch diese Maaßregel anscheinend gewinnen mußten. Die Festsetzung dieses Zolls hatte die schädlichste Wirkung auf unsere Ausfuhr.

Zu jener Zeit war ich in festen Relationen mit Ita lien, wo ich einige Comptoire errichtet hatte. Ich sandte viel feine Tuche dahin, und war daher im Stande, an

*) Die Pachtung muß anderer Natur als die gewöhnliche ge wesen seyn, und beschränkte sich(seines steten Aufenthalts in England wegen) vielleicht nur auf Fütterung und Wartung ꝛc.

A. d. U.

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