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Die Eintheilung der Wolle, welche ich hier mitgetheilt habe, ist bei großen Heerden die gewöhnliche; man befolgt sie indessen nicht allemal.
Bald rechnet man die Wolle vom Obertheile des Kopfes und vom Hintertheile der Schenkel mit in die dritte Klasse, indem man dieselbe sorgfältiger wäscht, bald läßt der Kaufmann eine Qualität mit der andern vermengen, nachdem er die Wolle zu diesem oder jenem Gebrauch bestimmt hat, oder durch eine oder die andere Vermischung großen Gewinn zu machen hofft.
Um die Wolle auseinander zu sondern, legt man sie auf eine Hürde von zwei Böcken unterstützt.
Der Arbeiter, durch die Uebung gebildet, weiß gleich auf den ersten Blick, in welche Klasse die Wolle gehört; er nimmt sie auf und wirft eine Partie vor sich hin, die andere an die Seite, die dritte hinter sich.
Auf eine unter der Hürde ausgebreitete Leinewand sammelt sich die Wolle, welche bei dieser Arbeit nieder— fäll; dahin wirft man auch die Wolle, welche zur vier— ten Klasse gehört.
Die nun also sortirte Wolle wird, ohne geschlagen zu werden, nach dem Brunnen gebracht; einer der Auf— seher oder Arbeiter läßt die Wolle in Schichten hinein— legen, und giebt sorgfältig Acht, daß das Wasser den gehörigen Grad von Wärme habe; zu kalt würde es nicht gut waschen und zu warm die Wolle kräuseln: es muß ungefähr so warm seyn, daß man die Hand darin halten kann.
Grobe und unreine Wolle bedarf eines wärmern Wassers; man öffnet einen der oben angeführten Hähne, nachdem man die Wärme verstärken oder vermindern
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