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Aber dies Gesetz ist jetzt fast ganz vergessen worden. Wir haben oben gesagt, daß jährlich eine gewisse Anzahl von Thieren stirbt, welchen die Schäfer die Haut sorg— fätig abziehen. Da die Wolle auf denselben nicht die gehörige Reife erlangt hat, so vermischt man sie oft mit der Lämmerwolle und wäscht sie zusammen.)
Die Felle werden in dem Esquiléo geschoren, und um diese Arbeit zu erleichtern angefeuchtet.
Das Sortiren der Wolle geschieht selten in den Esquiléos, vielmehr ist diese Arbeit für die Lavaderos aufbehalten.
Man begnügt sich, während der Schur die Flocken, welche beim Scheeren herabfallen, in das Vließ einzu— wickeln.
Einige Leute lassen sie besonders legen, weil sie von schlechter Qualität sind.
Die Arbeiter, welche die Wolle sortiren, heißen Apartadores.
Da es von der äußersten Wichtigkeit ist, daß die gute Sorte nicht mit einer schlechten vermischt werde, so verlangt man von ihnen viele Erfahrung und große Geschicklichkeit; denn von der Sorgfalt, womit das Sor— tiren geschieht, hängt der Werth eines Ballens Wolle
) Diese Sorten von Wolle stehen in einem weit geringern Rufe; denn eine der wesentlichsten Eigenschaften einer jeden Art von Wolle ist die Reife.
Der geschickteste Manufacturisti ist nicht im Stande, ein schönes Tuch aus einer Wolle zu verfertigen, welche vor der völligen Reife abgeschören wurde.
Diese Währheit wird von den Eigenthümern von Gütern, und von den Fabrikanten selbst, in Frankreich nicht genug beherzigt.


