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viele irrig glauben mögen, das Vaterland derselben. Diese Race wurde durch die Mauren im Jahre 1350 oder 70 aus Afrika dahin gebracht.)
Weit größer wäre der Irrthum, wenn jemand eine Reise nach Afrika machen wollte, um dort Original— Thiere zu kaufen. Erst durch das glückliche Klima, durch die herrlichen Weiden und durch die sorgfältige Behandlung sind die Merinos zu ihrer jetzigen Voll— kommenheit gelangt; man führe sie nach Afrika zurück, und in 5 bis 6 Jahren werden sie entartet, ihre Wolle durch die glühende Hitze dieses Welttheils in Haare verwandelt seyn.
Zuerst im Jahre 1746 versuchte es Schweden und zwanzig Jahre später Sachsen, diese Race auf ihrem Boden heimisch zu machen. Vierhundert Jahre also war Spanien im ausschließlichen Besitze seiner Merinos, und Fünfhundert Jahre beinahe hat es diese ohne wich— tige Abweichungen nach denselben Prinzipien behandelt.
Ein solcher Zeitraum reicht hin, um alle Mißgriffe, wenn solche in Bezug auf die Natur der Merinos bei deren Zucht statt gefunden haben sollten, schon allein durch die Erfahrung aufzudecken,— er reicht hin, um die angewandte Methode als eherne und unumstößliche Satzung für die Schafzucht anzuerkennen.
Da es nun jedem Schafzüchter von Wichtigkeit seyn muß, das in den spanischen Schäfereien angewandte Verfahren kennen zu lernen, so geben wir die Beschreibung der Wäsche, welche den Hauptgegenstand unserer Ab— handlung ausmacht, so detaillirt als möglich.
) Ein spanischer Schriftsteller leitet den Namen Merinos von dem Worte Marinos(über das Meer Gekommene) her.
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