Teil eines Werkes 
2 (1822) Grundsätze der Gemeinheits-Theilung, oder der Theilung gemeinschaftlicher Land-Nutzungen, als der Acker-, Wald- und Angerweide, der Sonderung vermengt liegender Äcker, und daher nöthiger Schätzung des Ertrages und des Werths solcher Grundstücke, nebst den Principien zur Ablösung und Aufhebung aller auf dem Landbau haftenden Belastungen und Dienstbarkeits-Rechte. 2
Entstehung
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II

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Acker 3644 Morgen 130 ◻Ruthen. Beständige Wiesen 115 Meeschwiesen- 15⁰ Hütung 8⁰

Diese Grundstücke verden von den genannten 57 Wirthen besessen, sind im Acker in 3 Fel⸗ der, und überhaupt in 1000 einzelne Stücke getheilt. Diese Eintheilung ist sehr un gleich ge macht, indem mancher Bauer 12, 15 30 Ackerstücke, mancher Kossät deren 10 25 be sitzt, wovon manche nur 15 und 12 ◻Ruthen groß sind.

Die 16 Dienstbauern besitzen Acker 1700 Morgen. 7Freibauern und der Krüger 1070 32 Kossäten 740 die Pfarre 925.

Summa 3645 Morgen.

Feee⸗ der Das Feld A. ist größtentheils Oblongum, das Feld B. dagegen ziemlich Viereck, so wie auch C. eine ähnliche Gestalt hat. Die weiteste Entfernung aus dem Mittelpunkte des Dorfes nach den äußersten Grenzen ist in B. 700 Ruthen. in A. 660 in C. 850 Hiernach reguliren sich die Entfernungen von den Wirthschaftshöfen, deren kürzeste im⸗ mer an 200 Ruthen ist, beim Felde C. ist sie noch größer, denn hier muß erst vom Dorfe an, 280 290 Ruthen Wiesen und Bruch, über einen Damm und Anhöhen passirt werden, ehe das Feld erreicht wird; die mittlere Entfernung jedes Wirthes bleibt daher im Durchschnitt 425 450 Ruthen.

Bodengüte Die im Register enthaltene Bonitirung spricht Weizenboden zweiter Klasse, dann 2 Gerst landsklassen, 2 Haferlandsklassen, 3jähriges Roggenland und Sandboden aus, und ist nach der Ueberzeugung des Kommissarii sehr richtig und brauchbar, auch liegen diese Bodenklassen ziemlich gut vertheilt. Der Untergrund scheint nirgends fehlerhaft zu seyn, welches indessen erst nach längerer Bekanntschaft mit der Feldmark und den Interessenten erhellen wird. Der Boden ist graswüchsig. ö

Foßilien. Es findet sich ein ganz vorzüglicher Lehm-Mergel.

Abzüͤge. Abzüge sind überall von Natur oder durch Kunst vorhanden, aber schlecht im Stande,

dennoch höchst nöthig; es fehlt nicht an Gefälle. Viehtränken. Viehtränken sind in den vorhandenen Seen und Pfühlen hinreichend vorhanden.

Jagd Kleine Feldjagd, verpachtet. Von nächtlichen Schäden durch austretendes Großwild we⸗ Wiloschäden. nig zu besorgen, da die Forsten lichte und durch die Landstraßen alarmirt werden. Weidereviere. Nach erfolgter Besichtigung, beim Dorfe schlecht, morastig und sauer, wegen ermangeln

den Abzuges. In den Forsten ebenfalls schlecht, wegen sandigen Bodens, und in Laubholz Revieren sandigen Untergrunds und Näße.

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